Verfolgung / Exil / Erinnerung

Symposium zum transdisziplinären Diskurs internationaler

Künstler, Designer und Zeitzeugen.


Wie nähern wir uns im Jahr 2018 historischer und zeitgenössischer Verfolgung und Exil an? - 80 Jahre nach den staatlich organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich, nach Eskalation von Verfolgung, Vertreibung und Exil der jüdischen Bevölkerung in Europa, der Besetzung des Sudetenlandes und Österreich durch Nazi-Deutschland und der Verfolgung von politisch, sozial und kulturell 'Anderen'.

 

Wie begegnen und verarbeiten wir Erinnerung und oft versteckte Geschichte (Hidden Histories) kritisch durch gestalterische, pädagogische, und performative Mittel? Wie eröffnen wir zeitgenössische Dialoge zwischen Kulturen und hinterfragen historisch-soziales Privileg, kulturelle Ausgrenzung, Traumata und latenten Rassismus über künstlerisch-gestalterische Mittel und experimentell problemlösungsorientierte Prozesse?

 

Im Kontext von historischer Erinnerung und aktuell Erlebbarem setzen sich Künstler und Designer unterschiedlicher Hochschulen und

Fakultäten im Dialog mit Zeitzeugen, Betroffenen, Politikern, religiösen Einrichtungen und Verbänden mit den Themenbereichen Verfolgung, Exil und Erinnerung auseinander. Im Diskurs der verschiedenen Sichtweisen von Persönlichkeiten, Gruppen und Disziplinen und ihrer unterschiedlichen thematischen Zugänge zu beyond forgetting - 1938/2018 bietet sich die Chance für neue Fragestellungen, neue Blickwinkel, neue Sichtweisen und neue Lösungsansätze.

Im Rahmen von vernetzten, partizipativen und interdisziplinären Workshops entwickeln Studierende der unterschiedlichen Hochschulen Arbeitsergebnisse, die außerhalb konventioneller Strukturen Herausforderungen aktiv begegnen, Impulse für Politik und Gesellschaft geben und zum Überdenken bestehender Sichtweisen anregen.

Die Ergebnisse werden auf dem Symposium in Form von Vorträgen, Diskussionen und Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert.